Edelmetall Rhodium -  Goldpreis-Goldankauf Rosendorfer, München

 

 

Platinmetall: Rhodium
Chemisches Symbol Rh
Ordnungszahl 45
Dichte 12,41 Gramm/Kubikzentimeter
Schmelzpunkt 1.964 °C
Siedepunkt 3.695 °C

 

Platinmetall Rhodium

Rhodium wurde 1803 von dem britischen Naturforscher und Chemiker William Hyde Wollaston (1766-1828) in Platinrückständen entdeckt, die in Königswasser nicht löslich waren. Nachdem er andere Platinmetalle abgetrennt hatte, behandelte er den Rückstand mit Alkohol, und indem er die erhaltene Verbindung im Wasserstoffstrom glühte, gewann er reines Rhodium. Da viele Rhodiumverbindungen eine rosenrote Färbung aufweisen, erhielt das neu entdeckte Element den Namen Rhodium, abgeleitet von dem griechischen Wort „rhodon“ (Rose) bzw. „rhodeis“ (rosenrot).

Physikalische Eigenschaften von Rhodium

Rhodium ist ein silbrig weißes, glänzendes Edelmetall aus der achten Nebengruppe des Periodensystems der Elemente. Ebenso wie Platin, Palladium, Ruthenium, Osmium und Iridium gehört es zur Gruppe der Platinmetalle. Ruthenium ist zäh und dehnbar. Sein Härtegrad ist größer als der von Nickel oder Cobalt, aber geringer als der von Iridium oder Osmium. Es verfügt über sehr gute Reflexionseigenschaften und eine vergleichsweise hohe Schmelz- und Siedetemperatur.

Chemische Eigenschaften

Wie alle Platinmetalle ist Rhodium sehr reaktionsträge und beständig. Es wird von keiner Säure gelöst, auch nicht von Königswasser. Rhodium wird aber von Cyanid-, Alkali- und Sodaschmelzen aufgeschlossen. In äußerst verteilter Form, genannt Rhodiummohr, ist es in Salzsäure, Schwefelsäure und Königswasser löslich. Rotglühend reagiert Rhodium bei Temperaturen von mehr als 600 Grad Celsius mit Sauerstoff zu Rhodiumoxid und mit Chlor zu Rhodiumchlorid. Rhodiumverbindungen besitzen in der Regel eine rote Färbung.

Vorkommen

Rhodium ist von allen Platinmetallen das seltenste. In der Rangfolge der Elementhäufigkeit in der Erdkruste nimmt es Platz 80 ein. In der Natur tritt Rhodium ausschließlich gediegen auf und immer zusammen mit anderen Platinmetallen. Daneben ist wird es in mexikanischen Goldlagerstätten gefunden, manchmal sogar in sehr hohen Konzentrationen. Am häufigsten ist es als Nebenprodukt in Platinerzen sowie in Kupfer- und Nickelerzen anzutreffen. Die größten Rhodiumvorkommen der Welt gibt es in der Republik Südafrika, Kanada und Russland.

Verwendung des Platinmetalls

Rhodium wird als zehnprozentiger Anteil in Platin-Rhodium-Legierungen verwendet, die zur Produktion von Katalysatornetzen eingesetzt werden. Diese verwendet man zur Oxidation von Ammoniak bei der Herstellung von Salpetersäure. Weitere technische Anwendungsgebiete sind die Fotografie, Abgaskatalysatoren von Autos und Platin-Rhodium-Thermoelemente. Da Rhodium hohe chemische Beständigkeit und ein sehr hohes Reflexionsvermögen besitzt, wird es für galvanische Beschichtungen von High-Tech-Spiegeln für Spiegelteleskope, elektrische Kontakte sowie zur Beschichtung von Schmuck, Uhren und Brillengestellen verwendet. Diese Technik bezeichnet man als Rhodinieren.

Handel mit Rhodium

Im Gegensatz zu Gold und Silber ist Rhodium kein Anlagemetall, denn dieses Platinmetall kann man nicht einfach im Handel kaufen. Während man klassische Anlagemetalle wie Gold und Silber in Form von Barren, Münzen und Schmuck ohne Weiteres kaufen kann, ist dies bei Rhodium nicht der Fall. Für Privatinvestoren ist eine Anlage in Rhodium nicht nahe liegend, denn der Rhodiummarkt ist sehr volatil. Der Rhodiumpreis war ab 2003 kontinuierlich im Steigen begriffen und erreichte Mitte des Jahres 2008 einen Höchststand von mehr als 9.700 US-Dollar je Feinunze, ehe im Zuge der Finanzkrise ein jäher Kurseinbruch zu verzeichnen war mit einem Tiefstand von etwa 1.020 US-Dollar. Ein derartiger Rückgang war beim Goldpreis und beim Silberpreis nicht zu beobachten.

Seither geht es mit dem Rhodiumpreis wieder aufwärts, er erreichte jedoch bei Weitem nicht mehr den Wert vergangener Jahre. Im Dezember 2010 betrug der Rhodiumpreis etwa 2.320 US-Dollar je Feinunze, der Goldpreis und der Silberpreis erreichten Höchststände. Im Gegensatz zu Gold, Silber, Platin und Palladium werden aus Rhodium keine Münzen geprägt. Dieses Edelmetall spielt  bei der Herstellung von Schmuck eine nicht unbedeutende Rolle, insbesondere für Platin- und Palladiumlegierungen sowie bei Piercing-Schmuck. Es werden keine Schmuckstücke aus reinem Rhodium gefertigt, sondern Objekte aus anderen Metallen, allen voran Silber, werden mit einer dünnen galvanischen Schicht überzogen.

 

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