Goldbetrug: Falschgold, gefüllter Goldschmuck, Vergoldungen, Fälschungen

 

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Goldreif mit Füllung

Gefüllter Goldschmuck

Ein Armreif aus scheinbar purem Gold

Der Reif ist mit 585 gestempelt und hat ein Gesamtgewicht von 26 Gramm. Der Feingoldgehalt würde 585/1000 (58,5 %) vom Gesamtgewicht ausmachen. Das entspricht einem Feingoldgehalt von 16,38 Gramm. Das Problem ist aber, dass das Schmuckstück mit wertlosem Material aufgefüllt wurde. Die dünne Wandung des Goldes lässt sich auf dem Bild gut erkennen. Der Goldanteil beträgt nur ca. 6 Gramm anstatt der berechneten 16 Gramm.

Füllungen, vorzugsweise mit Blei, werden vor allem in massivem Schmuck vorgenommen, z.B. bei schweren Ketten. Über den Bleikern wird eine ordentliche Schicht Gold gegeben. Bei einer Prüfung des Objektes mit der gängigen Abriebmethode ist der Goldbetrug nicht festzustellen. Zum Aufdecken des Schwindels ist das Durchschneiden des Materials notwendig.


Abriebmethode:
Gängige Methode zur Prüfung von Gold auf Echtheit und Bestimmung des Feingoldgehaltes. Auf einer Schieferplatte wird das Gold angerieben. Der Abrieb wird mit einer speziellen Säure bestrichen. Die unedlen Legierungsmetalle werden von der Säure zersetzt, und übrig bleiben die Goldanteile – vorausgesetzt, es handelt sich wirklich um Gold.

 

autobahngold
Autobahngold

Autobahngold

 
Diese Masche funktioniert schon, seit es Autobahnen gibt

Sie tanken oder machen eine Pause an der Raststätte. Sie werden von einer verzweifelten Person (meist osteuropäischer Herkunft) angesprochen, die Ihnen erklärt, dass sie sich in einer Notsituation befindet. Zum Beispiel,

  • dass die Handtasche gestohlen wurde und alles Geld nun weg ist.
  • dass durch einen Unfall das Auto beschädigt ist und das Geld nicht reicht, um die Reparatur zu zahlen.
  • dass der Sprit ausgegangen ist und Geld zum Tanken benötigt wird.
  • oder der Hund Migräne hat und der Kauf der benötigten Medikamente den gegebenen finanziellen Rahmen sprengt.

Sie können es sich aussuchen!

Glücklicherweise besitzt die Person ein wertvolles Goldarmband, einen Ring oder eine sonstige "goldene" Wertanlage. Ihnen wird ein Geschäft angeboten. Ein schönes Goldband mit einen Marktwert von ca. 1 500 Euro – gegen einen geringen Kaufpreis von 100, 200 oder 300 Euro. Eben genug, um Benzin für die Heimreise zu tanken. Der Betrag richtet sich danach, wie dumm Sie der Notleidende einstuft. Das Angebot wird Ihnen als einmalige Gelegenheit, als Schnäppchen,schmackhaft gemacht.


Außerdem wird Ihnen gezeigt, dass das kostbare Stück auch gestempelt und somit die Echtheit bewiesen ist. Sie erhalten auch eine Visitenkarte, damit Sie sicher sind, dass der Hilfesuchende auch existent ist und nicht vielleicht ein Betrüger. Gerne sitzt auch ein trauriges Kleinkind auf der Rückbank des Fahrzeuges – man kann doch nicht so herzlos sein. Glauben Sie mir, diese Kriminellen sind mit allen Wassern gewaschen. Und: Sie werden Ihr Geld verlieren!

 

Beliebt sind Goldarmband-Fälschungen. Da sie massiv und schwer sind, gaukeln sie dem Käufer einen vermutlich hohen Gewinn vor. Hier Beispiele:

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gold-vergoldung-walzenvergoldungVergolden im kleinen Stil

Es wird so ziemlich jeder Schmuck vergoldet

Die häufigste Technik, um Schmuck zu vergolden ist das Galvanische Verfahren. Eine weitere Technik ist die Walzvergoldung bzw. Goldplattierung. Beim Galvanisierenwird das zu vergoldende Objekt in ein Goldelektrolyt (wässrige, elektrisch leitende Goldsalzlösung) getaucht, mit dem Minuspol verbunden und Strom durchgeschickt. Durch den Strom werden Ionen von der "Goldsuppe" herausgelöst und am zu beschichtenden Gegenstand abgelagert. Die Goldschicht ist hauchdünn, weniger als 1 Mikrometer (µm). (1 Mikrometer = 0,000 001 Meter. Das menschliche Haar hat einen Durchmesser von ca. 70 µm.)

Mehr zum Vergolden und Galvanisieren bei Wikipedia
Vergolden
, Galvanotechnik, Goldelektrolyt

Bei der Walzvergoldung bzw. Goldplattierung wird ein dünnes Goldblech auf ein anderes Metall (Messing) unter Druck und Hitze aufgebracht. Die Verbindung ist dauerhaft.
Mehr dazu bei Wikipedia
Goldplattieren

Gegen vergoldeten Schmuck ist im Grunde nichts einzuwenden. Diese Artikel sind billig und für das Gegenüber nicht als "unecht" zu erkennen. Allerdings ist es Betrug, wenn dieser Schmuck (mit einem Goldstempel geschmückt) als "echt Gold" teuer verkauft wird.

 

tungstenVergolden im großen Stil

"Aktuelle Schätzungen der Goldhändler-Gemeinschaft gehen davon aus, dass bis zu einer Million Goldbarren einen Wolfram-Kern haben. Gerücht: Hunderte Tonnen US-Gold gefälscht. Man kolportiert, dass man schon vor Jahrzehnten den weichen Goldinhalt von Fort Knox durch Wolfram „ausgehärtet“ hätte. Geschäftsidee: Chinesen ersetzen den Kern von Goldbarren durch Wolfram."

Zu lesen auf mmnews.de
Ein unmoralisches Angebot Tungsten
Eine Meinung dazu rohstoff-giganten.de

Das Element Wolfram hat wie Gold eine hohe Dichte und deshalb nahezu das gleiche spezifische Gewicht. Ein vergoldeter Barren oder Schmuckstück mit Wolframkern wäre von einem echten Goldbarren oder Schmuckstück nicht zu unterscheiden – zumindest nicht ohne aufwendige Volumen-/Gewicht-Messung.

Da das Gewicht bei der Bestimmung der Echtheit des Goldes eine wesentliche Rolle spielt, ist Goldbetrug durch Verwendung von Wolfram ein nahe liegendes Täuschungsmanöver.
Ein Goldwürfel mit 1 cm Kantenlänge wiegt 19,32 Gramm.
Ein Wolframwürfel wiegt 19,26 Gramm.
Im Vergleich dazu, hat ein entsprechender Eisenwürfel nur 7,9 Gramm.

Ob diese Gerüchte Substanz haben – keine Ahnung. Die entsprechenden Produkte und Rohlinge werden von der chinesischen Firma Tungsten jedoch tatsächlich angeboten.

 

Grundsätzlich gilt für den Erwerb von Gold und Goldschmuck:

Kaufen Sie möglichst im Fachhandel.
Die haben etwas zu verlieren – Ihren Ruf. Unechte Ware ist dort ein Tabu.
Goldschmuck und Gold unter Goldwert.
Hier stimmt etwas nicht – aufgepasst!
Der Schmuck sollte einen Goldstempel haben.
Warum sollte ein Hersteller von Goldschmuck, der rechtschaffen seine Arbeit verrichtet, seine Ware nicht mit dem entsprechenden Goldstempel versehen?

Schnäppchen und Gelegenheitsangebote auf der Straße, im Internet oder an der Haustüre – aufgepasst!
Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie Ihr Geld verlieren, ist nicht gering.
Lassen Sie die Ware vor dem Kauf von einem Fachmann prüfen.
Juweliere oder seriöse Goldankaufstellen machen das für kleines Geld. Oder auch gerne bei uns, natürlich kostenlos.

 

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  • Fax: (+49) 89 / 52 35 07 79
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  • Website: www.goldpreis-goldankauf.de

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