Gold in Ägypten bis Neuzeit. Goldpreis-Goldankauf.de Goldgeschichte

 

Gold

goldgeschichte-Vasco-da-gamaGold ist schön, Gold ist selten, Gold ist beständig. Wegen dieser Eigenschaften waren die Menschen zu allen Zeiten von dem gelb glänzenden Edelmetall magisch angezogen. Die ältesten je gefundenen Goldobjekte werden auf die Zeit von 4600 bis 4200 v. Chr. datiert, man entdeckte sie im Gräberfeld von Warna (Bulgarien). In den Gräbern befand sich eine Vielzahl von Gegenständen aus Gold mit hohem Feingehalt, überwiegend Schmuck und Gefäße. Die Warna-Kultur verfügte bereits über ein überraschend weit entwickeltes Goldschmiedehandwerk.

 

Gold in Ägypten

Für die Kultur der alten Ägypter hatte Gold einen außerordentlich hohen Stellenwert. Das Land der Pharaonen war reich an Gold. In den Gräbern wurden u. a. goldener Schmuck, Gefäße und Masken gefunden, die bis in die Zeit von 4000 v. Chr. zurückreichen. Das Gold Ägyptens wurde zunächst an den Ufern des Nils gewaschen, in späterer Zeit gewann man das edle Metall in größeren Mengen in den Bergwerken der Goldregion Nubien, einem Gebiet im Südosten des heutigen Ägypten und Nordosten des Sudan. Nubien war die Schatzkammer Ägyptens. Durch Handelsverbindungen mit dem geheimnisvollen Goldland Punt, das vermutlich am Horn von Afrika lag, kamen weitere Schätze nach Ägypten. Mit der Regierungszeit Echnatons und Tutenchamuns im 14. Jahrhundert v. Chr. erreichte die ägyptische Goldkultur eine Blütezeit. Voraussetzung für den Goldreichtum des Landes waren technische Erfindungen wie die Metallschmelzkunst, der Stollenbergbau, das Scheiden von Metallen und die Herstellung von Legierungen.

 

Gold in Lydien

Den Lydern gebührt das Verdienst, das Münzgeld in die Welt gebracht zu haben. Ihr Siedlungsgebiet lag in Kleinasien, dem Territorium der heutigen Türkei. Aus den Schriften des griechischen Geschichtsschreibers Herodot aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. wissen wir, dass man in Lydien bereits im 7. Jahrhundert v. Chr. um die Prägung von Gold- und Silbermünzen wusste. Das Ausgangsmaterial für diese Schätze stammte aus dem Fluss Paktolos, der die lydischen Könige reich machte. Das Gold kam hier in Form von Elektrum vor, einer Legierung mit hohem Silberanteil, die in der Natur vorkommt. Der legendäre Herrscher Krösus aus dem 6. Jahrhundert v. Chr., der letzte König der Lyder, ließ alle Elektrummünzen einschmelzen, um pure Gold- und Silbermünzen zu prägen. Das lydische Münzgeld war eine weithin anerkannte und begehrte Währung.

 

Gold in Griechenland

Im zweiten Jahrtausend v. Chr. gab es griechische Hochkulturen, die über eine bedeutende Goldschmiedekunst verfügten: die minoische Kultur auf der Insel Kreta und die mykenische Kultur auf dem Festland. Wichtige griechische Goldvorkommen gab es in Makedonien und Thrakien. 356 v. Chr. brachte Philipp II. von Makedonien die thrakischen Goldbergwerke in seinen Besitz. Der thrakische Goldreichtum trug zur makedonischen Herrschaft über Griechenland bei. Philipps Sohn Alexander führte die Politik und das Münzsystem seines Vaters fort. Erfolgreiche Eroberungszüge, die ihm ein Weltreich gewannen, vergrößerten die Goldschätze. Doch das Reich Alexanders des Großen hatte nicht lange Bestand. Durch die Niederlage gegen Rom 168 v. Chr. endete die makedonische Vorherrschaft über Griechenland. Das griechische Gold wanderte in die Kassen des Römischen Imperiums.

 

Gold in Rom

Da es in Mittel- und Süditalien keine nennenswerten Goldvorkommen gibt, stammte das Gold des Römischen Reiches aus den kolonisierten Gebieten im gesamten Mittelmeerraum. Eine entscheidende Bereicherung brachte der Sieg Roms über Karthago im Zweiten Punischen Krieg (218-201 v. Chr.), durch diese Ausdehnung des Machtbereiches gelangten die reichen Goldvorkommen auf der iberischen Halbinsel in die Hände Roms. Später kamen auch noch die hispanischen Goldlagerstätten im Nordwesten hinzu. Nach dem militärischen Sieg über Makedonien im Jahr 168 v. Chr. bemächtigte sich das Römische Reich auch der griechischen Goldvorkommen. Rom stieg im 2. Jahrhundert v. Chr. zum Weltreich auf, und alle eroberten Gebiete brachten Gold und Geld in das Imperium. Die Goldlagerstätten im Nordwesten Spaniens wurden mit Hilfe sogenannter Arrugien ausgebeutet, riesigen Anlagen, in denen das goldhaltige Gestein durch Sturz zerkleinert und mit herangeführtem Flusswasser ausgewaschen wurde.

 

Gold in Byzanz

Nach dem Ende des Römischen Reiches folgten Jahrhunderte, die im Mittelmeerraum von wirtschaftlichem Niedergang und finanzieller Stagnation geprägt waren. Byzanz, Nachfolger Roms in der Osthälfte des ehemaligen Imperiums, überwand die Krise am schnellsten. Es entstand eine Kultur, in der Gold eine sehr wichtige Rolle spielte. Die byzantinischen Kaiser waren außerordentlich gierig nach dem edlen Metall. Es wurden Goldmünzen geprägt, die im gesamten Mittelmeerraum als stabile Währung geschätzt wurden. In der Frühzeit des byzantinischen Reiches stammte das Gold aus Nubien, später wurden die Reichtümer des Landes durch geschickte Handelspolitik und durch Eroberungen erzeugt. Byzanz verfügte über eine Goldschmiedekunst, die im gesamten Europa vorbildlich war.

 

Gold im Mittelalter

Wenn man von Byzanz absieht, folgte nach dem Untergang des Römischen Reiches eine Jahrhunderte andauernde wirtschaftliche Krise. Das Mittelalter war durch Goldarmut gekennzeichnet. Mehrere Jahrhunderte lang wurde kein Goldbergbau mehr betrieben, Silber ersetzte Gold als wichtigstes Münzmetall. Erst im 11. und 12. Jahrhundert setzte ein wirtschaftlicher Aufschwung ein, wie durch den Bau einer Vielzahl von Kathedralen belegt ist. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurden erstmals auch wieder bedeutende Goldmünzen geprägt, die den Handel förderten. Kaiser Friedrich II. schuf eine Goldmünze namens Augustalis. In Genua entstand 1252 der Genovino, im Florenz desselben Jahres der Florin und in Venedig 1284 der Dukat. In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts kam in Schlesien, Böhmen, den Karpaten und den Ostalpen der Goldbergbau wieder in Betrieb, ehe durch die Pestepidemie von 1348 erneut ein Bruch entstand.

 

Gold und Portugal

Im 15. Jahrhundert begannen die Entdeckungsfahrten, die in der Folge zur Gründung riesiger Kolonialreiche führten. Eine Pionierrolle spielte dabei Portugal, das als bedeutende Seemacht 1415 die Küstenstadt Ceuta auf dem Gebiet des heutigen Marokko eroberte und in der Folge die westafrikanische Küste erkundete. Ein wichtiger Antrieb war dabei immer die Suche nach Gold. Man hoffte, auf reiche Vorkommen an einem Goldfluss zu stoßen. Heinrich der Seefahrer stieß bis zu den kapverdischen Inseln vor, Bartolomeu Diaz umsegelte das Kap der Guten Hoffnung, und Vasco da Gama erreichte gegen Ende des 15. Jahrhunderts auf dem östlichen Seeweg Indien. Portugal konnte keine Goldlagerstätten erbeuten, brachte aber beträchtliche Mengen Gold ins Land, das durch Handel in seinen Besitz gekommen war. Darüber hinaus gewann Portugal Reichtümer durch Gründung vieler Handelsstützpunkte in Afrika und Asien. Große Ladungen an Gewürzen, Seide, Porzellan und Nutzhölzer gelangten nach Lissabon. Daneben entstand auch der Sklavenhandel.

 

El Dorado

Als Christoph Kolumbus im Oktober 1492 in der Neuen Welt angelangt war, gehörte es zu seinen wichtigsten Zielen, große Mengen Gold zu finden. Die Verwirklichung dieses Plans war ihm jedoch verwehrt, die Erfüllung des Traums blieb den nachfolgenden Konquistadoren vorbehalten. An Gerüchten über ein Land, das über große Goldschätze verfüge, mangelte es jedoch nicht. Das sagenumwobene Goldland wurde El Dorado genannt. 1521 eroberte Hernán Cortés das Aztekenreich und seine Hauptstadt Tenochtitlan und erbeutete große Goldschätze, die es Kaiser Karl V. ermöglichten, in Europa Krieg zu führen. Im November 1532 besiegte Francisco Pizarro mit einem kleinen Trupp von 180 Männern die zahlenmäßig weit überlegenen Inkas und beraubte sie ihrer Goldreichtümer. Weitere Expeditionen folgten. Die spanischen Eroberer gingen mit großer Skrupellosigkeit und Grausamkeit vor. Von Goldgier getrieben, vernichteten sie die indianischen Hochkulturen. Riesige Mengen an Gold und Silber kamen über den Atlantischen Ozean nach Europa. Spanien konnte seine neu gewonnenen Reichtümer jedoch nicht nachhaltig wirtschaftlich nutzen. Das Gold war so schnell verschleudert, wie es gewonnen war.

 

Alchimie - Der Stein der Weisen

Alchimie ist die Kunst der Transformation. Dabei sollten unedle in edle Stoffe verwandelt werden – am liebsten natürlich in Gold, das begehrteste und wertvollste Metall. Zu diesem Zweck wollte man den „Stein der Weisen" finden, der bei der Herstellung von Gold nützlich sein sollte. Die Alchimisten waren bei der Kunst des Goldmachens nicht sehr erfolgreich, aber immerhin wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts nebenbei das europäische Porzellan erfunden. Es ist leicht, sich über die vergeblichen Bemühungen der Alchimisten lustig zu machen. Man verfügte noch nicht über das Wissen der modernen Chemie. Bei den europäischen Fürsten stießen die Versprechungen der selbst ernannten Goldmacher auf lebhaftes Interesse. Denn ein Leben in Saus und Braus verursachte erhebliche Kosten. Viele der Alchimisten waren skrupellose Hochstapler und Schwindler. Die betrügerischen Goldmacher betrieben jedoch ein gefährliches Spiel, viele von ihnen wurden mit dem Tod bestraft.

 

Goldrausch im 19. Jahrhundert

Ende des 17. Jahrhunderts brach in Brasilien der erste Goldrausch der Geschichte aus. Nachdem man auf dem Gebiet des heutigen Bundesstaates Minas Gerais westlich von Rio de Janeiro Gold gefunden hatte, strömten Abenteurer aus allen Landesteilen herbei, Hunderttausende wanderten in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts aus dem Mutterland Portugal ein. Das eigentliche Jahrhundert der Goldräusche ist jedoch das 19. Jahrhundert. Das Goldfieber begann in den 1820er Jahren in Russland, wo im Uralgebirge und später auch in Sibirien Goldvorkommen entdeckt wurden. Im Januar 1848 fand man im kalifornischen Sacramento Valley Gold, und viele Menschen aus aller Herren Länder kamen in die Region, um ihr Glück zu versuchen. Weiter ging es 1851 mit der Entdeckung von Goldlagerstätten in Australien, wo in verschiedenen Gebieten in den folgenden Jahrzehnten weitere Lager gefunden wurden. Im März 1886 stieß man im südafrikanischen Transvaal am so genannten Witwatersrand auf die ergiebigste Goldlagerstätte der Welt. Der letzte Goldrausch des Jahrhunderts spielte sich in Alaska ab, wo im August 1896 am Mündungsgebiet des Klondike River in den Yukon River Gold gefunden wurde. Die reichen Vorkommen, die den Goldrausch ausgelöst hatten, gewannen erhebliche Bedeutung für die Wirtschaftskraft des jeweiligen Landes.

 

Gold im 20. Jahrhundert

Im 20. Jahrhundert war die Goldproduktion in vielen Ländern zunächst rückläufig. Erst ab den 80er Jahren waren wieder rapide Steigerungen zu verzeichnen. Das weltweite jährliche Fördervolumen verdoppelte sich fast auf knapp 1800 Tonnen. In den USA, Brasilien, Venezuela und auf den Philippinen stieß man auf neue, reiche Lagerstätten. Der Gipfelpunkt der Fördermenge wurde 2001 erreicht, als das Volumen etwa 2600 Tonnen jährlich betrug. 2007 erreichte China erstmals den Spitzenplatz in der Rangfolge der größten Goldproduzenten der Welt und verteidigte diese Position in den folgenden drei Jahren. Die Reihenfolge der acht größten Goldförderländer der Erde ergab 2009 folgende Rangliste: China (260 Tonnen), Südafrika (250), USA (230), Australien (225), Peru (180), Russland (165), Indonesien (100) und Kanada (65). In der Geschichte der Menschheit wurden bisher etwa 167 000 Tonnen Gold erzeugt, diese Menge ergäbe einen Würfel von gut zwanzig Metern Kantenlänge.

 

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