Gold - Karat – Feingoldgehalt – Goldstempel: Goldpreis-Goldankauf.de

 

Goldstempel (Goldpunze)

Stempel, zum punzieren von GoldlegierungenGoldpunze 750 In Deutschland ist ein Goldstempel gesetzlich nicht vorgeschrieben

"Punze" ist sowohl die Bezeichnung für das Werkzeug als auch für den Goldstempel auf dem Goldschmuck. Die Punze wird auf das Goldstück aufgesetzt und mit einem Hammer in das Metall geschlagen. Nach deutschem Recht muss ein Punzieren von Goldschmuck nicht vorgenommen werden. Wenn aber gestempelt wird, dann muss diese nach dem Gesetz über den Feingehalt der Gold- und Silberwaren (FeinGehG) erfolgen.


Die Wertangabe des Goldes in Karat ist zwar gebräuchlich, jedoch für die Kennzeichnung auf dem Schmuck nicht zulässig. Der Goldgehalt muss in Tausendstel angegeben werden, als 3-stellige Zahl wie z.B. 333 oder 585, ohne führende 0, also nicht 0333 oder 0585. Jede Goldlegierung ist möglich und kann als solche punziert werden, sowie sie einen höheren Feingoldgehalt als 333/1000 hat.


Das FeinGehG schreibt vor, dass der gestempelte Wert nur gering vom tatsächlichen Feingoldgehalt des Schmuckstückes abweichen darf. Die Fehlergrenze ist auf 10 Teile von tausend, also auf 1% begrenzt.

Hier der Wortlaut des Gesetzes: (FeinGehG).

 

In Deutschland übliche Goldstempel

Goldstempel 585 (14 Karat)Goldarmband 585 (14Karat)Die Deutschen kaufen gerne Goldschmuck mit 8, 14 oder 18 Karat
  • 8 Karat hat einen Stempel mit 333 (333/1000) -
    der Feingoldgehalt beträgt 33,3%
  • 14 Karat hat einen Stempel mit 585 (585/1000) -
    der Feingoldgehalt beträgt 58,5%
  • 18 Karat hat einen Stempel mit 750 (750/1000) -
    der Feingoldgehalt beträgt 75%

Die Zahl auf der Punze sagt, aus wie hoch der Feingoldgehalt in diesem Material ist. Die Zahl bedeutet 1000stel und bezieht sich auf das Gesamtgewicht des Goldstückes.

Ein Beispiel:

Eine Goldkette aus 14-Karat-Gold, mit einem Gesamtgewicht von 100 Gramm.
Da es ein 585er Gold ist, hat es einen Feingoldgehalt von 585/1000, also 58,5% aus dem Gesamtgewicht. Demnach beinhaltet diese Kette einen Feingoldgehalt von 58,5 Gramm (58,5% aus 100 Gramm).

 

Legierungen

Unser Goldschmuck besteht nicht aus purem Gold

Wenn dem Gold andere Metalle beigegeben sind, handelt es sich um eine Goldlegierung. Meist werden Silber und Kupfer verwendet. Es gibt mehrere Gründe, warum Gold nur selten in Reinform zu Schmuck verarbeitet wird.

  • Gold ist sehr weich. Halsketten würden schnell reißen und Broschen leicht abfallen, da sich Anstecknadeln leicht verbiegen würden. Legierungen sind härter und daher zweckmäßiger.
  • Um die Farbe des Goldes zu verändern. Durch die Abstimmung der Legierungsmaterialien kann die Farbe des Goldes verändert werden. Zugaben von Kupfer ergeben ein Rotgold, Silber, Kadmium und Zink ergeben ein Gelb- bis Weißgold, Nickel und Palladium wird für Weißgold zugegeben, Indium für Blaugold. (Weißgold gibt es erst seit 1912/13, es wurde in Pforzheim entwickelt.)
  • Wegen des Preises. Je höher die Legierungsbeigaben von weniger wertvollen Metallen, umso billiger wird die Goldlegierung. Damit fertigt die Schmuckindustrie erschwinglichen Schmuck für jeden Geldbeutel.
Hier eine Liste gängiger Goldlegierungen:
Goldlegierungen
Karat Stempel/Punze Goldgehalt in %
24 999 100
22 916 91,6
20 833 83,3
18 750 75
14 585 58,5
10 416 41,6
9 375 37,5
8 333 33,3

 

Ein Wort zum 8-Karat-Gold

Goldlegierung 333 (8 Karat)Goldstempel 333In anderen Ländern wird es nicht als Gold bezeichnet

Die 8-Karat-Goldlegierung ist ein "minderwertiges" Gold, da der Feingoldgehalt (33,3%) sehr gering ist. Die positive Eigenschaft des Goldes nicht zu korrodieren ist bei diesem Material nicht mehr gegeben. Der Schmuck "rostet" und muss regelmäßig gereinigt werden. Allergiker sollten eher zu einer höherwertigen Goldlegierung greifen.

 

Die Menschen lieben Gold

Andere Länder, andere Sitten

Die Liebe zum Gold ist eine Leidenschaft, die alle Erdenbürger teilen. Nur in Bezug auf den Goldgehalt des Goldes scheiden sich sowohl die Geister als auch die Völker. In vielen Ländern ist eine Goldlegierung unter 14 Karat "kein" Gold bzw. darf nicht als Gold bezeichnet werden.

In der Schweiz und Großbritannien ist die Bezeichnung "Gold" erst ab einem Goldgehalt von 375/1000 (9 Karat) erlaubt. In Holland ist die Bezeichnung "Gold" erst ab einem Goldgehalt von 585/1000 (14 Karat) erlaubt. In Norwegen und Spanien sind 333/1000-Legierungen (8 Karat) nicht zugelassen. Ein 333/1000-(8-Karat-)Gold ist nur in Deutschland verbreitet und darf dort als Gold bezeichnet werden. Unterhalb dieses Wertes ist die Bezeichnung Goldlegierung zulässig.

Die Amerikaner schätzen den 585/1000-(14-Karat-)Goldschmuck. Der Nahe Osten, so die Türkei, Ägypten und die Ölstaaten am Golf von Persien, begehrt Schmuck aus Gold mit 20 bis 22 Karat. Für Chinesen, Inder oder Südostasiaten ist nur nahezu reines Gold interessant. Dort gelten nur Goldlegierungen ab 96,5% Goldgehalt als "wahres Gold".

 

goldladen-thailand In tropischen Gebieten hat reines Gold den Vorteil, nicht mit Schweiß zu reagieren. Dieser Grund und die Betrachtung des Goldes als Anlageobjekt und Statussymbol bestimmen in diesen Regionen die Beliebtheit von Schmuck mit hohem Feingoldgehalt.
Beispiel: Thailand
Thais lieben Gold – Thaigold. Der Goldschmuck ist hochwertig und hat einen Feingoldgehalt von mindestens 96,5%. Gold aus Europa wird als minderwertig gesehen und eher belächelt als geschätzt.
Gold schmückt und zeigt anderen, dass man es zu etwas gebracht hat. Das Ansehen steigt, und man wird bewundert und erhält soziale Anerkennung. Zudem bedeutet Gold Sicherheit.
Der Goldhandel ist in Thailand anders strukturiert als in Europa. Der Wert des Schmuckes wird bestimmt durch das Gewicht und den Goldpreis, der amtlich kontrolliert wird. Beim Kauf oder Verkauf im Goldladen wird im Verhältnis zum Kaufpreis nur eine geringe Marge aufgeschlagen. Der Verlust beim Kauf/Verkauf ist nicht hoch. Thais kaufen gerne Schmuck, wenn sie Geld übrig haben. Wird Geld gebraucht, wird der Schmuck wieder verkauft.
Traditionell wird Gold zu besonderen Anlässen geschenkt. Eine Hochzeit erfordert ein Goldgeschenk an die Eltern der Braut. Ist der Bräutigam solvent genug, freut sich die Braut natürlich ebenfalls über eine goldene Aufmerksamkeit.
Edelsteinbesetzter Schmuck ist eher unüblich. Was zählt ist: Gold.

 

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