Gold prüfen. Goldankauf Rosendorfer München prüft Gold

 

Feingehalt einer Goldlegierung prüfen

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Prüfsäuren

Um dem Kunden einen angemessenen Preis für seinen Goldschmuck bezahlen zu können und um sich als Ankäufer vor Fälschungen und damit finanziellen Verlusten zu schützen, ist es notwendig, den Feingoldgehalt von Goldobjekten zu bestimmen. Mit der Feststellung des Reinheitsgrades kann man Stücke, die nur vergoldet sind, von echten Goldlegierungen unterscheiden. Bei Goldlegierungen ist es möglich, den Feingoldgehalt herauszufinden. Zwar sind Goldobjekte üblicherweise mit einem Stempel (Punzierung) versehen, aber auch die Stempelung könnte gefälscht sein. Eine möglichst genaue Prüfung ist für alle Beteiligten dringend erforderlich, denn es kann im Zweifelsfall um sehr viel Geld gehen.

Um den Feingehalt eines goldenen Objekts zu bestimmen, verwenden Goldankäufer, Juweliere und Goldschmiede zwei verschiedene Verfahren. Die eine Methode, die Goldstrichprobe, bei der man einen Probierstein und Probiersäure anwendet, ist sehr einfach und war im Kern bereits in der Antike bekannt. Bei dem zweiten Verfahren bedient man sich eines modernen hochleistungsfähigen Messgerätes, das nach der energiedispersiven Röntgenfluoreszenztechnik (EDRFA) arbeitet. Die Strichprobe ist vergleichsweise grob, aber preisgünstig. Die Prüfung mit einem Messgerät, das Röntgenstrahlung einsetzt und dessen Anschaffung kostspielig ist, ist sehr präzise, hat aber auch Tücken, die man kennen muss.

 

Bestimmung der Feinheit mithilfe des Probiersteins

Um den Feingoldgehalt von Gold zu bestimmen, bedient man sich der Strichprobe, auch Goldstrichprobe genannt. Als Utensilien benötigt man bei dieser Methode einen Probierstein und einen kleinen Satz von drei Fläschchen mit Probiersäure. Der Stein besteht aus schwarzem, geschliffenem Kieselschiefer. Die Säuren setzen sich aus einem Gemisch aus Salpetersäure und Salzsäure in einem bestimmten Verhältnis und in bestimmter Konzentration zusammen. Die Vorgehensweise umfasst zwei Schritte. Im ersten Schritt erzeugt man einen Abrieb des Goldobjekts auf dem Stein, im zweiten Schritt analysiert man den Metallabrieb mithilfe der unterschiedlich konzentrierten Säuren. Da dieses Abriebverfahren bereits in der Antike den Lydern bekannt war, nennt man den Probierstein auch Lydischen Stein, den Kieselschiefer Lydischen Schiefer.

Man beginnt die Bestimmung des Gold-Feingehalts, indem man das zu prüfende Stück auf dem Probierstein reibt und somit einen Abrieb auf dem schwarzen Material erzeugt.

Im zweiten Schritt untersucht man den Abriebstrich mithilfe der Säuren. Eine Goldlegierung wird umso leichter von Säuren angegriffen, je wenigerGold sie enthält und je konzentrierter die Säure ist. Es gibt Probiersäuren mit unterschiedlich starken Säuren, die geeignet sind, die gängigsten drei Goldlegierungen zu identifizieren. Im westlich-europäischen Kulturkreis sind dies die Feingehalte 333/1000 (8 Karat), 585/1000 (14 Karat) und 750/1000 (18 Karat). Damit ist es in aller Regel möglich, die üblichen Reinheitsgrade von Goldobjekten grob zu bestimmen.

Mithilfe einer kleinen Spatel trägt man Säure auf den Abrieb auf. Anhand der farblichen Veränderungen der Abriebspur kann man Schlüsse über den Reinheitsgrad des Goldes ziehen. Man beobachtet, ob sich die Farbe der Abriebspur verändert, das heißt, ob die Säure in der jeweiligen Konzentration in der Lage ist, die Partikel auf dem Stein anzugreifen oder aufzulösen. Wird zum Beispiel ein Abrieb eines 14-karätigen Goldringes mit einer 14-Karat-Probiersäure behandelt und der Abrieb wird nicht angegriffen, bleibt also unverändert stehen, handelt es sich tatsächlich um 14-Karat-Gold. Verschwindet oder verblasst der Abrieb, hat man entweder gar keinGold oder minderwertigesGold von weniger als 14 Karat vorliegen. Dann ist ein erneutes Prüfen, nun mit einer 8-Karat-Probiersäure, notwendig.

 

Bestimmung der Feinheit mithilfe eines elektronischen Messgerätes nach der Röntgenfluoreszenztechnik

Wenn man sich mit dem vergleichsweise groben Verfahren mit Probierstein und Prüfsäure nicht zufrieden geben will und eine präzisere Methode zur Feinheitsbestimmung anstrebt, hat man die Möglichkeit, ein Messgerät zur Materialanalyse einzusetzen, das eine sehr genaue Bestimmung des Goldgehalts ermöglicht. Die Anwendung eines derartigen Gerätes ist nicht nur auf Edelmetalle beschränkt, man kann damit auch Flüssigkeiten sowie feste, pulvrige der pasteuse Materialien analysieren, darüber hinaus auch Festkörper, die aus mehreren Schichten verschiedener Stoffe zusammengesetzt sind.

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Das Messgerät funktioniert nach dem Verfahren der energiedispersiven Röntgenfluoreszenztechnik (EDRFA), das es ermöglicht die chemische Zusammensetzung verschiedener Stoffe präzise und zuverlässig zu analysieren. Vereinfacht ausgedrückt, wird Röntgenstrahlung auf das Prüfobjekt gelenkt, die in dessen Oberfläche eindringt und das Material zur Aussendung von sekundärerRöntgenfluoreszenzstrahlung anregt. Die Energie dieser Strahlung ist kennzeichnend für den jeweiligen Stoff, sodass man ihn identifizieren kann. Die ausgesendete Strahlung wird von einem Detektor aufgenommen, dabei entstehen elektrische Impulse, die verstärkt und anschließend gemessen und sortiert werden. Das erzeugte Spektrum der Röntgenfluoreszenzstrahlung ist charakteristisch für die chemische Zusammensetzung des untersuchten Objekts. Die Messdaten werden von der Software des angeschlossenen Computers verarbeitet und auf dem Bildschirm dargestellt.

Das Messgerät, das mit einem Computer und einem Monitor verbunden ist, verfügt über eine Haube, die geöffnet und geschlossen werden kann. Man öffnet die Haube, um in der Messkammer ein Prüfteil auf den Messtisch zu legen. Mit Steuerknöpfen im Bedienfeld können Messungen gestartet und unterbrochen werden. Leuchtdioden im Bedienfeld zeigen die Funktionsweise des Gerätes an. In der Mitte des Messtisches befindet sich eine beleuchtete Messstelle, die von einer Videokamera auf den Computerbildschirm übertragen wird. Auf dieser Messstelle wird das Prüfobjekt positioniert. Um ein zuverlässiges und präzises Messergebnis zu erhalten, ist es wichtig, dass beim Auflegen des Messteils einige Regeln beachtet werden. Wenn man diese Regeln missachtet, kann das Messergebnis entscheidend verfälscht werden. Eventuell ist es notwendig, das Prüfobjekt vorzubereiten, indem man seine Oberfläche durch feines Anschleifen abträgt. Auf diese Weise können bloße Vergoldungen oder Ummantelungen von massivem Goldschmuck unterschieden werden.

Nachdem die Analyse durchgeführt wurde, wird das Messergebnis auf dem Bildschirm dargestellt. Die chemische Zusammensetzung des Prüfobjekts ist ablesbar, alle chemischen Elemente, die in dem Prüfobjekt enthalten sind, werden sortiert nach ihrem prozentualen Anteil angezeigt. Die Software bietet eine Vielzahl von Funktionen, um die Daten darzustellen, auszuwerten, zu speichern und zu drucken. Zahlreiche Parameter können eingestellt werden, um eine präzise und aussagekräftige Messung durchzuführen.

Eine zuverlässige Prüfung sorgt dafür, dass der Feingehalt eines Schmuckstückes ermittelt wird und ein angemessener Preis dafür bezahlt werden kann. Nachdem das Ergebnis vorliegt, können weder Ankäufer noch Verkäufer finanziell übervorteilt werden.

 

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